WEGrill Folding im Test

Auf dem Prüfstand - Mitglieder testen Grillgerätschaften

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DerToby
Grill-und BBQ-Meister
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11.07.2015, 09:22

Hallo zusammen,

wie schon angekündigt der Test für den WEGrill Folding.

Ich habe mich bewusst für die große - teurere - Version entschieden, da ich gerne mal T-Bones und andere größere Steaks machen. Und eins vorweg: Das war auch gut so, die 100€ mehr sind gut investiert!!!!

Mitgeliefertes Zubehör ist qualitativ sehr gut
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So kommt er an....schöne stabile Tasche, sehr gut zum aufräumen!!!
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Zubehör: guter stabiler Rost mit Rostheber und Druckminderer mit Schraubverschluss (!) also nichts zum aufstecken :-)
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Zu den Brennern:

3 Keramikbrenner, die Maße seht Ihr auf den Bildern. Was mich stört, ist dass die Brenner nach vorne versetzt und nicht mittig liegen.
Ist eigentlich kein großes Problem, da man das mit dem Rost (nach vorne bzw. nach hinten verschieben) korrigieren kann.
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Man sieht schön die Power
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Die Brenner hatte ich mir größer dimensioniert vorgestellt, ein "normales" T-Bone geht von der Breite nicht komplett drunter, von der Länge her passt es perfekt. Und deshalb bin ich froh dass ich das 3-Brenner-Teil genommen hab.
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Zum Aufbau:

Super easy in 2 min allein gemacht....alles plug n' play. Gefällt mir - und besonders der Gattin :mrgreen: - sehr gut dass man das Teil zerlegen kann und aufräumen kann. So steht nicht noch mehr rum :lol:
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Bodenplatte mit ausziehbarem Blech, so versaut man den Tisch nicht, wenn man den Rost oben rauszieht.
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Einfach den Korpus (1 Stück - doppelwandig - mit Gelenken verbunden) aufstecken und Klemmschrauben anziehen
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Brenner draufsetzten mit Klemmschrauben fest ziehen, Gas anschließen und fertig.
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Inbetriebnahme:

Unbedingt ein Stabfeuerzeug nehmen...sonst sind die Arme kahl oder schlimmeres...das Teil geht sofort los und es hat keine Piezo o.A.!!!

Ich hab dann das Teil 20 min laufenlassen um event. Rückstände von der Produktion abzufackeln.
Wenn man das Gas komplett aufdreht - geht übrigens stufenlos - ist der WEGrill in ca. 5-10 min. fertig aufgeheizt.

Das Teil geht ab wie die Sau und entwickelt eine Mörderhitze...
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eigentl. Test:

Kandidaten waren zum Üben 2 T-Bones von der Metro und von der Qualität total ok.
Was immens wichtig ist, dass das Fleisch gleichmäßig dick ist, da durch die Höllenhitze das fleisch z.T. verbrennt und z.T. keine schöne Kruste entwickelt.

Der 1. Kandidat wurde unter dem WEGrill veredelt - gesalzen hab ich es vorher absichtlich nicht - und dann indirekt im Gasi auf 56 Grad KT gezogen.
Das Ergebnis war sehr gut, eine tiptop Kruste, fast wie bei Creme Bruelee :mrgreen:
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1. Kandidat
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Einschub auf der obersten der 4 Stufen
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Hier seht Ich was ich mit der gleichmäßigen Dicke gemeint hab...der Knochen was das dickste Teil.
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Endergerbnis
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Kandidat 2. wurde indirekt im Gasi auf 56 Grad KT gezogen und kam dann unter den WEGrill.
Das Ergebnis fand ich minimal besser....bei Sous Vide ist warsch. gigantisch.
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Man sieht schön die Power
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FAZIT:

Mir gefällt das Teil sehr sehr gut. Das Ergebnis ist um Welten besser als meine Sizzle vom Napi. Wenn ich die Sizzle abbauen und nen normalen Seitentisch ranbauen könnte würde ich dies tun.

Die Verarbeitung ist klasse und die Power der Brenner gigantisch.

Was mir nicht gefällt:

- Anordnung und Größe der Brenner, s.o..
- nur 4 Stufen Höhenverstellung...ich denke, dass ich einfach noch n paar Einschübe einschweißen lasse...Oder hat jmd. ne bessere Idee? Die "Einschublösung" werde ich aber beibehalten, da sich so das Brennermanko recht einfach Handeln lässt.

Von mir gibt es ne klare Kaufempfehlung für diejenigen, die einfach n Spielzeug zum "Veredeln" von Steaks etc wollen und dafür 400€ ausgeben können/wollen.

Den Beefer brauchts in meinen Augen net, da der WEGrill total ausreicht...Preis-Leistungsverhältnis passt hier einfach.

:cheers:
Zuletzt geändert von DerToby am 11.07.2015, 11:52, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß Toby
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Bäiderlasbou
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11.07.2015, 09:31

:clap: :respekt: :clap:

Toller Test und Bericht. Da ist wirklich alles super dokumentiert.
:cheers:
LG Ingo

Tradition ist nicht das Aufbewahren von Asche sondern das Erhalten der Glut
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Pepsi
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11.07.2015, 10:08

Schönes Spielzeug! :clap:

Beim Hunni würd ich auch Stimmen hör'n aber 400,- für'n Steak-Veredler wär's MIR nicht wert!

Dir trotzdem viel Spaß.
Vielleicht komm ich ja mal irgendwann in die Situation sowas zu probieren!

:cheers:
Zuletzt geändert von Pepsi am 11.07.2015, 10:10, insgesamt 1-mal geändert.
:winke:
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SAL
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11.07.2015, 10:53

Danke für den tollen Test. Wir haben den Beefern und ich bin auf den dritten Brenner sehr neidisch!
Es macht Sinn die Brenner nach vorne zu setzten, da vorne die Hitze entweichen ht und sich hinten sammelt. Wenn die Brenner jetzt weiter hinten sind wird es da zu heiß.
Es gibt 11 Arten von Menschen:
- Die, die binär verstehen
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myra01
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11.07.2015, 11:01

Danke für den tollen Test! =D> =D> =D>
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ulemu
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12.07.2015, 08:58

Herzlichen Dank für den tollen Test. Für mich wären die 400 Doppelmark zwar etwas fehlinvestiert, aber wenn man es sich leisten kann ... warum nicht. Definitiv ein schönes Spielzeug und bei der abendlichen Männerrunde ein toller Hingucker.
Mit den Einschubleisten kann ich das schon verstehen. Ich geh mal davon aus, daß das Fleisch in 90% aller Fälle sowieso auf der obersten Leiste angebraten wird.
Uli

... wenn es blutet, können wir es grillen ...
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embers only
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03.08.2015, 11:13

Wirklich sehr interessant. :-k
Ist der abgebildete Rost jetzt "Zubehör" oder "Serienausstattung"? Auf den offiziellen Bildern ist ja immer der Rost mit den Rundstäbchen abgebildet.
Gruß
Dirk
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honza
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03.08.2015, 12:51

DerToby hat geschrieben:ich denke, dass ich einfach noch n paar Einschübe einschweißen lasse...Oder hat jmd. ne bessere Idee?
Vielleicht lässt sich links und rechts was an den Rost anbringen das ihn anhebt. Etwa halber Abstand von den oberen Einschüben. Für Normalhöhe dann einfach den Rost wenden. So bräuchte man nur am Rost rumbasteln und würde die Anzahl der Einschubhöhen verdoppeln.
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Firedancer
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03.08.2015, 12:57

Die Stufen kannste machen, werden das Ergebnis aber imho nicht sonderlich stark verändern. DA gibt es ja auch eine Art Sweetspot und den müsstest Du quasi treffen. Im Modernist Cuisine gabs da irgendwo mal ne Berechnung zu, erster Band müsste das sein.
You well-doners can go eat your hockey pucks on someone else's lawn.
DerToby
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03.08.2015, 15:10

honza hat geschrieben:
DerToby hat geschrieben:ich denke, dass ich einfach noch n paar Einschübe einschweißen lasse...Oder hat jmd. ne bessere Idee?
Vielleicht lässt sich links und rechts was an den Rost anbringen das ihn anhebt. Etwa halber Abstand von den oberen Einschüben. Für Normalhöhe dann einfach den Rost wenden. So bräuchte man nur am Rost rumbasteln und würde die Anzahl der Einschubhöhen verdoppeln.
Hey,

dass is mal ne super geniale Idee, vielen Dank ! Event. einfach 4 Schrauben mit Mutter :-k

@embers only:

Der Rost ist Serie!

:cheers:
Zuletzt geändert von DerToby am 03.08.2015, 15:10, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Toby
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